Jugend trainiert für Olympia – Diesterweg-Gymnasium erneut beim Bundesfinale in Berlin

21.–25. September 2025

Wenn die Schule schon am Sonntag beginnt, dann ist wieder Zeit für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“. Bereits zum vierten Mal in Folge durfte die Judo-Mädchenmannschaft des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde-Havelberg als Landessieger Sachsen-Anhalts nach Berlin reisen, um sich mit den besten Schulmannschaften Deutschlands zu messen.

Mit sechs Athletinnen war das Team in allen entscheidenden Gewichtsklassen – von -40 kg bis +63 kg – besetzt: Marie Tauscher, Magdalena Siedler, Emma Hünemörder, Zoe Musial, Lea Eggert und Fiona Wolff. Unterstützt wurde die Mannschaft durch Rike Wiedenhöver, ehemalige Athletin und inzwischen als Betreuerin eine wichtige Stütze.

In der Gruppenphase warteten gleich starke Gegner. Gegen die Sportschule Neubrandenburg unterlag die Mannschaft deutlich mit 0:5, und auch gegen das Team aus Speyer fehlte beim knappen 2:3 das entscheidende Quäntchen Glück. Erst in der anschließenden K.-O.-Phase konnte das Team mit einem Sieg über die Auswahl aus Niedersachsen den Tag erfolgreich abschließen.

Der zweite Wettkampftag brachte noch mehr Dramatik. Kurz vor der Sensation stand das Team im Duell mit der Sportschule aus Jena, das beim Stand von 2:2 über Sieg oder Niederlage entschied. Lea Eggert führte zehn Sekunden vor Schluss mit einer großen Wertung, ehe sie völlig überraschend noch geworfen wurde. Trotz dieser bitteren Niederlage ließ sich die Mannschaft nicht entmutigen. Sie berappelte sich eindrucksvoll und besiegte anschließend sowohl das Gymnasium Nürtingen aus Baden-Württemberg als auch das Gymnasium Neue Oberschule Braunschweig souverän.

Besondere Erwähnung verdient die Kapitänin Zoe Musial, die mit ihren starken Kämpfen das Team entscheidend trug. Für sie war es zudem das letzte Bundesfinale, da sie altersbedingt künftig nicht mehr startberechtigt ist. Am Ende erreichte die Mannschaft einen beachtlichen 11. Platz – ein Ergebnis, das die Konstanz und das Potenzial der Judoka aus der Altmark unterstreicht.

Neben den sportlichen Herausforderungen stand auch das Rahmenprogramm im Mittelpunkt. Ein Freiluft-Escape-Spiel zum Thema Flucht und DDR, der Besuch der Bundestagskuppel, ein traditionelles Sushi-Essen zur Pflege der japanischen Judokultur sowie Begegnungen mit Paralympics-Athleten sorgten für Abwechslung, Bildung und bleibende Eindrücke.

Die große Abschlussfeier mit Siegerehrung zeigte einmal mehr den besonderen Geist des Wettbewerbs: Hier geht es nicht nur um Medaillen, sondern auch um Gemeinschaft, Erfahrung und gegenseitigen Respekt.

Das Team bedankt sich herzlich bei den Heimtrainern, Unterstützern und dem Diesterweg-Gymnasium, die die Teilnahme in dieser Form möglich gemacht haben.

(Autor und Fotos: BÜN)