
Zwischen Geschichte, Gänsehaut und Politik hautnah – Klassenstufe 11 auf Exkursion in Berlin
Vom 09. bis 10. Dezember 2025 unternahm die Klassenstufe 11 eine eindrucksvolle Exkursion nach Berlin, die den Schülerinnen und Schülern nicht nur historische Orte näherbrachte, sondern auch emotionale und politische Erfahrungen ermöglichte, die weit über den Unterricht hinausgingen.

Der Dienstag begann mit dem Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. An diesem geschichtsträchtigen Ort wurde die deutsche Teilung besonders greifbar. Eindrucksvoll und bewegend waren vor allem die Schülervorträge über Menschen, die aus Ostberlin fliehen wollten und dabei ihr Leben verloren. Die persönlichen Schicksale sorgten für spürbare Betroffenheit und regten viele zum Nachdenken über Freiheit, Mut und die Konsequenzen politischer Systeme an.
Am Nachmittag konnten die Schülerinnen und Schüler Berlin eigenständig erkunden. Ob Weihnachtsmarktbesuch, Stadtbummel oder Shopping – die freie Zeit wurde vielseitig genutzt und bot Gelegenheit, die Hauptstadt aus einer ganz persönlichen Perspektive zu erleben.
Ein echtes Highlight folgte am Abend mit dem Besuch des Musicals „Romeo und Julia“ im Theater des Westens. Die moderne Inszenierung, kombiniert mit eindrucksvoller Musik, starken Gesangsleistungen und einer aufwendigen Bühnen- und Lichtgestaltung, sorgte bei vielen für Gänsehautmomente. Selbst Schülerinnen und Schüler, die zuvor kaum Berührungspunkte mit Musicalproduktionen hatten, zeigten sich begeistert. Die emotionalen Darstellungen der bekannten Liebesgeschichte hinterließen einen bleibenden Eindruck und führten noch lange nach der Vorstellung zu Gesprächen und Diskussionen.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Politik. Beim Besuch des Deutschen Bundestages erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Führung durch das Gebäude, den Plenarsaal sowie die Reichstagskuppel, von der aus sich ein beeindruckender Blick über Berlin bot. Besonders eindrücklich war anschließend das Planspiel, in dem die Frage diskutiert wurde:
„Sollte ein soziales Pflichtjahr für alle bis zum 27. Lebensjahr verpflichtend eingeführt werden?“

In der Rolle von Abgeordneten erlebten die Schülerinnen und Schüler hautnah, wie Gesetze entstehen: von leidenschaftlichen Debatten über das Ringen um Mehrheiten bis hin zu Kompromissen zwischen unterschiedlichen Positionen. Viele stellten dabei fest, wie komplex, langwierig und herausfordernd politische Entscheidungsprozesse sind – eine Erfahrung, die das Verständnis für Demokratie und parlamentarische Arbeit nachhaltig vertiefte.
Die Berlin-Exkursion erwies sich insgesamt als intensives, lehrreiches und emotionales Erlebnis, das historische Verantwortung, kulturelle Eindrücke und politische Bildung auf eindrucksvolle Weise miteinander verband und den Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
(Autor und Bilder: LA)

