
Projekt „Gender und Geschlecht“ – Vielfalt entdecken, Vorurteile hinterfragen, gemeinsam wachsen
In unserer diesjährigen Projektwoche hat sich die Projektgruppe „Gender & Geschlecht“ auf eine spannende Reise durch das Thema Vielfalt gemacht. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen, die schnell gemerkt haben: Geschlecht, Identität und Zusammenleben sind viel komplexer – und viel interessanter – als man oft denkt.
Los ging’s am ersten Tag mit echten Aha-Momenten. Gemeinsam wurden Begriffe rund um Geschlecht sortiert, erklärt und diskutiert: biologisches Geschlecht, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und sexuelle Orientierung. Viele waren überrascht, wie vielfältig diese Themen sind – und gleichzeitig neugierig, mehr zu erfahren.
Am zweiten Tag wurde es richtig lebendig: Anhand von alltagsnahen Fallbeispielen tauchten die Jugendlichen in verschiedene Lebensrealitäten ein. Menschen, die nicht in gesellschaftliche Normen passen, wurden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet – und das Wissen vom Vortag direkt angewendet. Es wurde viel gefragt, abgewogen und gemeinsam nach Antworten gesucht.
Der dritte Tag war das große Highlight: Kreativität, Teamarbeit und jede Menge Ideen standen im Mittelpunkt. In drei Gruppen entstanden Projekte, die zeigen sollen, wie wir im Schulalltag mehr Respekt, Mut und Zivilcourage leben können.
Eine Gruppe entwickelte den „Zivilcourage-Koffer“ – voll mit Alltagssituationen, in denen Menschen unfair behandelt werden, und konkreten Ideen, wie man helfen oder eingreifen kann.
Die zweite Gruppe entwarf eine Schulcharta für Vielfalt, die zeigt, wie ein respektvolles Miteinander an unserer Schule ganz konkret aussehen kann – ehrlich, klar und alltagstauglich.
Und die dritte Gruppe gestaltete die Ausstellung „Gesichter der Vielfalt„. Hier wurden Menschen sichtbar gemacht, die oft vorschnell in Schubladen gesteckt werden – und gezeigt, was wirklich hinter ihnen steckt: Persönlichkeit, Stärken und Geschichten statt Vorurteile.
Am Ende stand vor allem eines fest: Vielfalt ist nichts Abstraktes – sie ist mitten unter uns. Und wenn wir genauer hinschauen, zuhören und respektvoll miteinander umgehen, wird Schule nicht nur fairer, sondern auch deutlich lebendiger.
(Autorin und Fotos: SU)
