Zwei Teams, ein Ziel: Unser Diesterweg-Gymnasium beim Bundesfinale in Berlin

Mit gleich zwei Mannschaften reiste das Diesterweg-Gymnasium Tangermünde-Havelberg in diesem Jahr zum Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ nach Berlin. Sowohl unsere Mädchen als auch unsere Jungen hatten sich zuvor als Landessieger Sachsen-Anhalts qualifiziert und durften unsere Schule und unser Bundesland auf der größten Bühne des deutschen Schulsports vertreten. Für unsere Mädchen war es bereits die fünfte Teilnahme am Bundesfinale in Folge, für unsere Jungen bedeutete die Qualifikation die Rückkehr nach Berlin.

Unsere Mädchen beweisen sich nach schwerer Vorrunde

Für unser Mädchenteam gingen Fiona Wolff, Juna Koglin, Lea Eggert, Magdalena Siedler, Marie Tauscher und Sophie Gröning auf die Matte. Gleich in der Vorrunde wartete eine anspruchsvolle Aufgabe auf unsere Schülerinnen: Mit dem Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig und dem Sportgymnasium Neubrandenburg trafen sie auf zwei starke Sportschulen.
Besonders knapp verlief die Begegnung gegen Neubrandenburg. Erst beim Stand von 2:2 fiel im letzten Einzelkampf die Entscheidung – mit dem besseren Ende für unsere Gegnerinnen. Mit der 2:3-Niederlage fehlte nur ein einziger Punkt, um sich eine deutlich bessere Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf zu verschaffen. Gegen das Landesgymnasium aus Leipzig musste sich unser Team anschließend klarer geschlagen geben.
Davon ließen sich unsere Mädchen jedoch nicht entmutigen. In den Platzierungsrunden zeigten sie, was sie in den vergangenen Jahren immer wieder ausgezeichnet hat: Kampfgeist und Zusammenhalt. Gerade nach dem schwierigen Start kämpfte sich die Mannschaft noch einmal eindrucksvoll in das Turnier zurück.
Zum Nervenspiel entwickelte sich der Mannschaftskampf gegen das Scheffel-Gymnasium Bad Säckingen. Nach den regulären Kämpfen stand es 2:2. Damit musste eine Gewichtsklasse für den Entscheidungskampf ausgelost werden – und das Los fiel auf Magdalena Siedler. Sie musste ein zweites Mal auf die Matte und hielt dem Druck stand: Mit ihrem Sieg sicherte sie unserer Mannschaft den entscheidenden dritten Punkt.
Am Ende erreichten unsere Diesterweg-Mädchen Platz 11 und damit bereits zum dritten Mal in Folge dieselbe Platzierung beim Bundesfinale.

Ein Einstand nach Maß

Eine besondere Geschichte schrieb Sophie Gröning. Erst zu Beginn dieses Schuljahres war sie neu an unser Diesterweg-Gymnasium gekommen – und fand sich nur wenige Wochen später bereits beim Bundesfinale in Berlin wieder.
Von Nervosität war dabei wenig zu spüren. Sophie gewann sämtliche ihrer Kämpfe und setzte sich dabei auch gegen Athletinnen durch, die bereits auf nationaler Ebene zur Spitze gehören. Einen besseren sportlichen Einstand an unserer Schule kann man sich kaum vorstellen.

Unsere Jungen sammeln wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau

Für unsere Jungen gingen Arik Richter, Jonathan Kolley, Linus Hinz, Magnus von Wnuck, Malte Janthur, Remi Erxleben und Thaddeus Schäffner auf die Matte.
Mit dem Sportgymnasium Jena und dem Sportgymnasium Schwerin traf auch unsere Jungenmannschaft bereits in der Vorrunde auf Schulen mit ausgeprägten leistungssportlichen Strukturen. Hinzu kam, dass – wie bei den Mädchen – die leichteste Gewichtsklasse nicht besetzt werden konnte. Damit begann jeder Mannschaftskampf bereits unter erschwerten Voraussetzungen.
Auch wenn es diesmal nicht für einen Mannschaftssieg reichte und am Ende Platz 14 zu Buche stand, schmälert dies die Leistung auf dem Weg nach Berlin nicht. Schon die Qualifikation als Landessieger bedeutete, sich gegen die Konkurrenz in Sachsen-Anhalt durchzusetzen und überhaupt beim Bundesfinale antreten zu dürfen. Für viele unserer Jungen war es zudem die erste Gelegenheit, sich auf dieser großen Bühne mit Mannschaften aus ganz Deutschland zu messen. Entsprechend wertvoll waren die Erfahrungen, die sie aus Berlin mitnehmen konnten.

Vom Wettkämpfer zur Schülermentorin

Dass „Jugend trainiert“ an unserem Gymnasium inzwischen mehr ist als nur ein einzelner Wettkampf, zeigte sich auch neben der Matte. Mit Rike Wiedenhöver und Zoe Musial waren zwei ehemalige Teilnehmerinnen erneut mit nach Berlin gereist – diesmal nicht mehr im Judogi als aktive Kämpferinnen, sondern als Schülermentorinnen.
Gemeinsam mit Herrn Bünger unterstützten sie unsere beiden Mannschaften während der Wettkämpfe und darüber hinaus. So geben ehemalige Mitglieder unseres Teams ihre Erfahrungen inzwischen an die nächste Generation weiter.

Berlin ist für uns längst zur Tradition geworden

Neben dem Sport kam natürlich auch der kulturelle Anspruch unserer Schule nicht zu kurz. Auch in diesem Jahr nutzten wir die Zeit in der Hauptstadt, um gemeinsam etwas von Berlin zu erleben. Das Team besuchte den Bundestag und das Brandenburger Tor, schaute sich im Regierungsviertel einen Freilichtfilm zur deutschen und Berliner Geschichte an und wagte sich außerdem in den Berlin Dungeon.
Und eine Tradition durfte selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen: das gemeinsame Sushi-Essen im inzwischen bestens bekannten Stammrestaurant.

So blieb uns nach intensiven Wettkampftagen nicht nur die Erinnerung an Siege und Niederlagen. Wir nahmen viele gemeinsame Erlebnisse, spannende Kämpfe und jede Menge neue Erfahrungen mit nach Hause.

(Autor und Foto/Video: BÜN)